Der Schweizer Finanzplatz

Berge, Käse, Schokolade und die Schweizer Banken: Das sind die vier Klischees rund um die Schweiz. Das ist aber kein kein Wunder – zumindest im Bezug auf die Banken. Der Finanzsektor ist wirtschaftlich betrachtet für die Schweiz tatsächlich von enormer Bedeutung. Der Finanzplatz Schweiz trägt mit über elf Prozent zur Wertschöpfung der Schweizer Wirtschaft bei und ist damit für den Wirtschaftsstandort Schweiz von herausragender Bedeutung. Im Jahr 2009 waren in der Schweiz 212.000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt. Das ist über sechs Prozent der gesamten berufstätigen Bevölkerung.

Der Schweizer Finanzplatz

Der Schweizer Finanzplatz

Dabei gehören zum Begriff Finanzplatz streng genommen nicht nur Banken oder Finanzunternehmen. Auch Börsen, Versicherungsgesellschaften oder internationalen Handelsunternehmen sind mit einbezogen. Die wichtigsten Knotenpunkte des Finanzplatzes Schweiz sind die Städte Zürich und Genf. Auch die Versicherer spielen in der Finanzwelt der Schweiz eine Rolle. 2009 erwirtschafteten sie fast 70 Prozent ihres Prämienvolumens im Ausland Natürlich sind für den Finanzplatz Schweiz die Banken von zentraler Bedeutung. Denn Schweizer Banken verwalten rund 11.300 Milliarden, das sind rund zehn Prozent der weltweit verwalteten Vermögen.

Doch der Schweizer Finanzplatz steht 2012 unter dem Zeichen des Wandels. Die Regierung stellte die sogenannte Weißgeldstrategie vor. Die Banken der Schweiz sollen demnach nur noch Geld von Kunden annehmen, die schriftlich erklären, ihre Vermögenswerte ordnungsgemäß versteuert zu haben.

Bild: Marco Kalmann (flickr – CC)